Was ist das und wie läuft der Eingriff ab?
Die Brustrekonstruktion (Brustwiederaufbau) ist eine plastisch-chirurgische Operation, die Form und Volumen der Brust nach einer Mastektomie (Entfernung der Brust) oder nach einer brusterhaltenden Operation wegen Brustkrebs wiederherstellt. Sie kommt auch für Frauen infrage, bei denen wegen einer erblichen Veranlagung wie einer BRCA-Mutation eine risikoreduzierende Mastektomie geplant ist. Ob und wann ein Wiederaufbau erfolgt, ist eine persönliche Entscheidung; auch die Entscheidung gegen eine Rekonstruktion verdient denselben Respekt. Der Wiederaufbau kann in derselben Operation wie die Mastektomie (Sofortrekonstruktion) oder nach Abschluss von Chemo- und Strahlentherapie (Spätrekonstruktion) erfolgen. Der Zeitpunkt wird mit Brustchirurgie und Onkologie abgestimmt, damit die Krebsbehandlung nicht verzögert wird.
Beim Wiederaufbau mit Implantat wird häufig zunächst ein Gewebeexpander eingesetzt. Er wird über einige Wochen in der Praxis schrittweise aufgefüllt; ist die Haut ausreichend gedehnt, wird er in einer zweiten Operation gegen ein dauerhaftes Silikonimplantat ausgetauscht. In geeigneten Fällen kann das Implantat direkt bei der ersten Operation eingesetzt werden. Da Bestrahlung Haut und Gewebe mit der Zeit verhärtet und weniger elastisch macht, treten an einer bestrahlten Brust Kapselfibrose und Wundheilungsstörungen häufiger auf; die Planung berücksichtigt das.
Für den Wiederaufbau mit Eigengewebe wird meist der Unterbauch genutzt. Bei der DIEP-Lappenplastik (Deep Inferior Epigastric Perforator) werden Haut und Fettgewebe unterhalb des Nabels mit den kleinen versorgenden Blutgefäßen entnommen; die Bauchmuskulatur bleibt weitgehend erhalten. Das Gewebe wird zur Brust verlagert, seine Gefäße werden unter dem Operationsmikroskop an Gefäße der Brustwand angeschlossen. So entsteht eine weiche Brust, die sich mit dem Körper verändert; der Bauch wird ähnlich wie bei einer Bauchdeckenstraffung verschlossen. Diese Methode erfordert mikrochirurgische Erfahrung. Prof. Dr. İlker Yazıcı war 2004–2005 als Research Fellow im Mikrochirurgie-Labor der Abteilung für Plastische Chirurgie der Cleveland Clinic in den USA tätig und hat begutachtete Fachartikel zur Mikrochirurgie veröffentlicht. Eignet sich das Bauchgewebe nicht, kann ein Latissimus-dorsi-Lappen aus Rückenmuskel und Haut verwendet werden, oft zusammen mit einem Implantat.
Die Rekonstruktion wird meist in mehreren Schritten abgeschlossen. Mit Eigenfettinjektionen (Lipofilling) lassen sich Unregelmäßigkeiten der Kontur ausgleichen und bestrahlte Haut verbessern. Die Brustwarze wird aus kleinen Hautlappen der neuen Brust geformt, der Warzenhof durch medizinische Pigmentierung eingefärbt. Für ein ausgewogenes Bild kann die Gegenseite gestrafft, verkleinert oder vergrößert werden.
In der Praxis in Nişantaşı beurteilt Prof. Dr. İlker Yazıcı den Pathologiebefund, den Behandlungsplan, frühere Operationen und den Körperbau und erläutert die geeigneten Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen. Für die Planung können 3D-Bildgebung und im 3D-Druck hergestellte Torsomodelle genutzt werden. Nach allgemeinem Kenntnisstand erhöht eine Rekonstruktion das Rückfallrisiko nicht; die Krebsnachsorge läuft wie von der Onkologie geplant weiter.
Welche Ziele hat der Eingriff?
- Volumen und Form der Brust, die nach einer Mastektomie fehlen, sollen wiederhergestellt werden.
- In Kleidung und im Spiegel soll ein ausgewogeneres Bild beider Brüste entstehen.
- Eine Brustprothese im BH soll überflüssig oder seltener nötig werden.
- Bestrahlte, gespannte und verhärtete Haut an der Brustwand soll durch gesünderes, elastischeres Gewebe ergänzt werden.
- Bei Bedarf soll das Bild durch einen Wiederaufbau von Brustwarze und Warzenhof vervollständigt werden.
- Alle Schritte sollen mit dem onkologischen Behandlungsplan abgestimmt sein, ohne die Krebsbehandlung zu verzögern.
Für wen ist der Eingriff geeignet?
- Frauen, bei denen wegen Brustkrebs eine Mastektomie geplant ist oder bereits durchgeführt wurde.
- Frauen mit deutlicher Formveränderung oder Asymmetrie nach brusterhaltender Operation und Bestrahlung.
- Frauen, bei denen wegen einer erblichen Veranlagung wie einer BRCA-Mutation eine risikoreduzierende Mastektomie geplant ist.
- Frauen, für die das onkologische Team den Eingriff befürwortet und deren Gesundheitszustand eine Operation erlaubt.
- Nichtraucherinnen oder Frauen, die das Rauchen einige Wochen vor der Operation aufgeben können.
- Für den Wiederaufbau mit Eigengewebe: Frauen mit ausreichend Haut und Fettgewebe am Unterbauch.
- Frauen, die wissen, dass der Wiederaufbau mehrere Schritte umfassen kann, und realistische Erwartungen haben.
Wann wird der Eingriff verschoben oder nicht empfohlen?
- Während einer laufenden Chemotherapie oder solange sich die Blutwerte noch nicht erholt haben; der Zeitpunkt wird mit der Onkologie festgelegt.
- Aktives Rauchen; da Wundheilungsstörungen und Durchblutungsprobleme des Gewebes deutlich zunehmen, wird der Wiederaufbau bis zum Rauchstopp verschoben.
- Herz-, Lungen- oder Gerinnungserkrankungen, bei denen eine Operation mit langer Narkose nicht sicher ist.
- Nicht eingestellter Diabetes oder starkes Übergewicht; vor allem beim mikrochirurgischen Wiederaufbau steigen die Risiken.
- Phasen, in denen die Erkrankung fortgeschritten ist und die medikamentöse Behandlung Vorrang hat; dann wird der Wiederaufbau gesondert mit der Onkologie beurteilt.
Alternativen
- Kein Wiederaufbau
- Manche Frauen wünschen keine Rekonstruktion; die Brustwand kann nach der Mastektomie so verschlossen werden, dass eine flache, glatte Kontur entsteht.
- Äußere Brustprothese
- Eine Silikonprothese, die in den BH eingelegt wird, erfordert keine Operation und hilft, in Kleidung ein symmetrisches Bild zu erreichen.
- Nur Eigenfettinjektion
- Kleinere Dellen nach brusterhaltender Operation lassen sich mit einigen Sitzungen Lipofilling ausgleichen; für den Aufbau einer ganzen Brust reicht das allein meist nicht aus.
- Wiederaufbau später
- Für eine Rekonstruktion gibt es keine Frist; sie kann auch Monate oder Jahre nach Abschluss der Behandlung geplant werden.
Ablauf Schritt für Schritt
- 1
Erster Kontakt
Sie können Ihren Pathologiebefund, eine Zusammenfassung Ihrer Behandlung, auf Wunsch Fotos und eine kurze Beschreibung Ihres Anliegens per WhatsApp oder E-Mail senden oder die Praxis anrufen. Diese Angaben geben Ihnen einen ersten Überblick über die Möglichkeiten und helfen, die Untersuchung zu planen; die ärztliche Beurteilung und die Entscheidung erfolgen bei der Untersuchung in Nişantaşı.
- 2
Untersuchung und Besprechung der Möglichkeiten
Prof. Dr. İlker Yazıcı beurteilt in der Praxis in Nişantaşı das Gewebe an Brust, Bauch und Rücken; geeignete Methoden, die einzelnen Schritte, Narben und Risiken werden ausführlich besprochen.
- 3
Abstimmung mit dem onkologischen Team
Der Zeitpunkt wird mit Brustchirurgie und Onkologie festgelegt; der Plan für Chemo- und Strahlentherapie beeinflusst Methode und Abfolge des Wiederaufbaus direkt.
- 4
Operation und Klinikaufenthalt
Die Operation erfolgt in Vollnarkose. Nach einem mikrochirurgischen Eingriff wird die Durchblutung des verpflanzten Gewebes in den ersten Tagen engmaschig kontrolliert; beim Wiederaufbau mit Implantat ist der Klinikaufenthalt kürzer.
- 5
Ergänzende Schritte
Hat sich die Brustform gesetzt, werden bei Bedarf Eigenfettinjektionen, der Wiederaufbau von Brustwarze und Warzenhof sowie eine Angleichung der Gegenseite geplant.
- 6
Langfristige Nachsorge
Die plastisch-chirurgischen Kontrollen laufen parallel zur onkologischen Nachsorge; bei Implantaten werden regelmäßige Untersuchungen und bei Bedarf Bildgebung empfohlen.
Heilungsverlauf
Tag 1–5
Aufenthalt in der Klinik. Nach einem mikrochirurgischen Eingriff werden Farbe und Durchblutung des neuen Gewebes regelmäßig kontrolliert; mit dem Gehen wird früh begonnen.
Woche 1–2
Entlassung nach Hause; die Drainagen werden meist in dieser Zeit entfernt. Wurde Bauchgewebe verwendet, spannt der Bauch, und in den ersten Tagen geht man leicht vornübergebeugt.
Woche 2–3
Kontrolle von Nähten und Wunden. Nach einem Wiederaufbau mit Implantat können die meisten Patientinnen wieder im Büro arbeiten; schweres Heben mit dem Arm sollte vermieden werden.
Woche 4–6
Nach einem mikrochirurgischen Eingriff sind die meisten Alltagstätigkeiten wieder möglich. Wird ein Gewebeexpander verwendet, gehen die Auffüllungen in der Praxis weiter.
Woche 6–12
Nach ärztlicher Freigabe schrittweiser Wiedereinstieg in Training und schweres Heben; die Schwellung nimmt deutlich ab.
Ab Monat 3–6
Die Brustform setzt sich. Ergänzende Schritte wie Eigenfettinjektion, Wiederaufbau der Brustwarze und Angleichung der Gegenseite können nun geplant werden.
Risiken und mögliche Komplikationen
Jeder chirurgische Eingriff birgt Risiken. Ihr persönliches Risiko wird in der Beratung ausführlich beurteilt.
- Beim mikrochirurgischen Wiederaufbau ein Blutgerinnsel an der Gefäßverbindung; es wird meist in den ersten Tagen bemerkt und kann eine dringende erneute Operation erfordern, selten geht das verpflanzte Gewebe teilweise oder ganz verloren.
- Verhärtete Knoten durch Fettgewebsnekrose im verpflanzten Gewebe; meist harmlos, zur Abgrenzung in der Krebsnachsorge kann aber eine Bildgebung nötig sein.
- Bei Implantat und Gewebeexpander Infektion, Kapselfibrose (vor allem nach Bestrahlung), Verlagerung, Ruptur und im Laufe der Zeit ein möglicher Implantatwechsel.
- Eine sehr seltene Lymphomform, die mit texturierten Implantaten in Verbindung gebracht wird (BIA-ALCL); Anzeichen und Nachsorge werden bei der Untersuchung erläutert.
- Am Bauch Flüssigkeitsansammlung, Aufgehen der Wunde, Schwäche oder Vorwölbung der Bauchwand oder ein Bruch; bei Gewebeentnahme am Rücken Flüssigkeitsansammlung am Rücken.
- Blutung, Hämatom, Infektion und Wundheilungsstörungen; Rauchen, Diabetes und Bestrahlung erhöhen diese Risiken.
- Tiefe Beinvenenthrombose und Lungenembolie; vorgebeugt wird durch frühes Aufstehen, Kompressionsstrümpfe oder -geräte und bei Bedarf Medikamente.
- Vermindertes Gefühl in der neuen Brust; es wird in der Regel nicht wie vorher, kann aber mit der Zeit teilweise zurückkehren.
- Unterschiede in Volumen oder Form zwischen beiden Brüsten und dadurch zusätzliche Korrektureingriffe.
Wovon hängen die Kosten ab?
Die Kosten einer Brustrekonstruktion unterscheiden sich je nach Methode deutlich. Ein Wiederaufbau mit Implantat oder Gewebeexpander, ein mikrochirurgischer Wiederaufbau mit Bauchgewebe und ein Wiederaufbau mit Rückengewebe erfordern unterschiedliche Operationszeiten, Klinikaufenthalte und Materialien. Ob eine oder beide Brüste rekonstruiert werden, wie viele Schritte nötig sind sowie Eigenfettinjektion, Wiederaufbau der Brustwarze und Angleichung der Gegenseite beeinflussen die Kosten ebenfalls.
Sobald Untersuchung und Behandlungsplan abgeschlossen sind, erhalten Sie einen schriftlichen, nach Positionen aufgeschlüsselten Kostenvoranschlag, aus dem hervorgeht, welche Schritte und Leistungen enthalten sind. Privat versicherten Patientinnen wird empfohlen, bei ihrer Versicherung zu klären, ob der Vertrag eine Brustrekonstruktion nach Brustkrebs abdeckt; die nötigen ärztlichen Berichte können nach der Untersuchung erstellt werden.
Wenn Sie nach Istanbul anreisen
Wenn Sie aus dem Ausland anreisen, sollten Sie nach einem Wiederaufbau mit Implantat etwa 7–10 Tage, nach einem mikrochirurgischen Wiederaufbau mit Bauchgewebe etwa 10–14 Tage in Istanbul einplanen; in dieser Zeit werden Drainagen und Wunden kontrolliert. Die Praxis ist vom türkischen Gesundheitsministerium für den internationalen Gesundheitstourismus zugelassen (Zertifikat Nr. ST-2365); Unterkunft in Kliniknähe und Flughafentransfer können auf Wunsch über autorisierte Partner organisiert werden. Nach der Heimreise bleiben Sie per Foto und Nachricht mit der Praxis in Kontakt; ist eine Untersuchung nötig, erfolgt sie bei einem Kontrolltermin in Istanbul oder bei einer Ärztin oder einem Arzt vor Ort. Kontrollen in der Praxis werden meist nach 1, 3 und 6 Monaten geplant; für ergänzende Schritte ist eine eigene Anreise nötig.
Häufige Fragen
Kann die Brustrekonstruktion in derselben Operation wie die Mastektomie erfolgen?
Ja, in geeigneten Fällen kann die Brustrekonstruktion in derselben Operation wie die Mastektomie erfolgen; man spricht von Sofortrekonstruktion. Dabei lässt sich die Brusthaut oft erhalten, und die Patientin wacht mit einer bereits geformten Brust auf. Ist nach der Operation wahrscheinlich eine Bestrahlung nötig oder möchte die Patientin sich mehr Zeit für die Entscheidung nehmen, kann der Wiederaufbau auf die Zeit nach der Behandlung verschoben werden. Die Entscheidung treffen Brustchirurgie, Onkologie und Plastische Chirurgie gemeinsam.
Ist ein Brustwiederaufbau auch nach einer Bestrahlung möglich?
Auch nach einer Bestrahlung ist ein Brustwiederaufbau möglich, die Planung ist jedoch anders. Bestrahlung verhärtet Haut und Gewebe und macht sie weniger elastisch; deshalb treten Kapselfibrose und Wundheilungsstörungen um ein Implantat häufiger auf. In bestrahlten Bereichen werden oft Methoden mit Eigengewebe bevorzugt, etwa der mikrochirurgische Wiederaufbau mit Bauchgewebe oder ein Latissimus-dorsi-Lappen. Vor dem Wiederaufbau wird in der Regel gewartet, bis sich das Gewebe nach der Bestrahlung erholt hat, meist 6–12 Monate.
Implantat oder Eigengewebe: Welche Methode wird beim Brustwiederaufbau verwendet?
Implantat und Eigengewebe haben beim Brustwiederaufbau jeweils eigene Vor- und Nachteile. Der Wiederaufbau mit Implantat ist eine kürzere Operation, erfordert aber oft zwei Schritte, und das Implantat muss im Laufe der Jahre unter Umständen gewechselt werden. Beim Wiederaufbau mit Eigengewebe, etwa der DIEP-Lappenplastik, werden Haut und Fett unterhalb des Nabels mikrochirurgisch zur Brust verpflanzt; die Operation dauert länger und hinterlässt am Bauch eine Narbe wie bei einer Bauchdeckenstraffung, dafür verändert sich die neue Brust mit dem Körper. Entscheidend sind Bestrahlung, Körperbau, Gesundheitszustand und Ihr Wunsch.
Hat man nach einer Brustrekonstruktion Schmerzen, und wann kann man wieder arbeiten?
Schmerzen sind nach einer Brustrekonstruktion vor allem in den ersten Tagen spürbar und werden mit regelmäßig gegebenen Schmerzmitteln behandelt. Wurde Bauchgewebe verwendet, steht das Spannungsgefühl am Bauch im Vordergrund. Nach einem Wiederaufbau mit Implantat können die meisten Patientinnen nach 2–3 Wochen wieder im Büro arbeiten. Nach einem mikrochirurgischen Wiederaufbau sind es meist 4–6 Wochen. Schweres Heben und intensives Training sind meist erst nach 6–8 Wochen und nach ärztlicher Freigabe wieder möglich.
Wo liegen die Narben bei einer Brustrekonstruktion?
Wo die Narben bei einer Brustrekonstruktion liegen, hängt von der Methode ab. Bei einer Sofortrekonstruktion wird meist der Mastektomie-Schnitt genutzt. Wird Bauchgewebe verwendet, entsteht eine tief liegende, waagerechte Narbe zwischen den Hüftknochen und eine feine Narbe um den Nabel; an der Brust kann eine Narbe am Rand der verpflanzten Haut sichtbar sein. Beim Latissimus-dorsi-Lappen liegt die Narbe am Rücken, meist auf Höhe des BH-Verschlusses. Die Narben verblassen innerhalb von 12–18 Monaten und werden schmaler, verschwinden aber nicht ganz.
Wie lange hält eine Brustrekonstruktion, und wann ist das Endergebnis sichtbar?
Eine aus Eigengewebe aufgebaute Brust wird ein lebender Teil des Körpers und bleibt viele Jahre erhalten; sie verändert sich mit Gewichtsschwankungen und dem Alter wie der übrige Körper. Implantate sind nicht für ein ganzes Leben ausgelegt; im Laufe der Jahre kann ein Wechsel nötig werden, und regelmäßige Kontrollen werden empfohlen. Die Brustform setzt sich meist nach 3–6 Monaten; sind auch Brustwarze und Angleichung abgeschlossen, zeigt sich das Endergebnis in der Regel nach 6–12 Monaten.
Ist ein Brustwiederaufbau auch Jahre nach der Mastektomie möglich, gibt es eine Altersgrenze?
Ein Brustwiederaufbau ist auch Jahre nach der Mastektomie möglich; für eine Spätrekonstruktion gibt es keine Frist. Eine feste Altersgrenze gibt es ebenfalls nicht. Entscheidend sind der allgemeine Gesundheitszustand, der Verlauf von Krebsbehandlung und Nachsorge, eine frühere Bestrahlung und die Menge an verfügbarem Gewebe. Bei älteren Frauen oder bei Begleiterkrankungen können kürzere Verfahren vorgezogen werden. Die Entscheidung fällt bei der Untersuchung unter Einbeziehung der Einschätzung Ihrer Onkologin oder Ihres Onkologen.
Beeinflussen Rauchen und Medikamente die Brustrekonstruktion?
Rauchen stört die Durchblutung des verpflanzten Gewebes und der Haut und erhöht das Risiko für aufgehende Wunden, Infektionen und Gewebeverlust; vor und nach einer Brustrekonstruktion sollte mindestens 4–6 Wochen nicht geraucht werden. Blutverdünner, bestimmte pflanzliche Präparate und Hormontherapien, die das Thromboserisiko beeinflussen können, werden bei der Untersuchung einzeln besprochen. Medikamente der Krebsbehandlung dürfen keinesfalls eigenmächtig abgesetzt werden; falls nötig, wird gemeinsam mit der Onkologie eine vorübergehende Anpassung vorgenommen.
Wovon hängen die Kosten einer Brustrekonstruktion ab?
Die Kosten einer Brustrekonstruktion richten sich nach der gewählten Methode (Implantat, Gewebeexpander, Bauch- oder Rückengewebe), danach, ob eine oder beide Brüste rekonstruiert werden, nach Operationsdauer, Zahl der Nächte in der Klinik und den verwendeten Materialien. Auch eine Angleichung der Gegenseite in derselben Sitzung, Eigenfettinjektionen und der Wiederaufbau der Brustwarze spielen eine Rolle. Nach der Untersuchung erhalten Sie einen schriftlichen, nach Positionen aufgeschlüsselten Kostenvoranschlag; ob eine private Versicherung Kosten übernimmt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.
Ich reise aus dem Ausland an: Wie lange sollte ich in Istanbul bleiben?
Wer für eine Brustrekonstruktion aus dem Ausland anreist, sollte nach einem Wiederaufbau mit Implantat etwa 7–10 Tage, nach einem mikrochirurgischen Wiederaufbau mit Bauchgewebe etwa 10–14 Tage in Istanbul einplanen. In dieser Zeit werden Drainagen und Wunden kontrolliert. Weitere Kontrollen finden meist nach 1, 3 und 6 Monaten statt; für ergänzende Schritte wie den Wiederaufbau der Brustwarze oder eine Angleichung der Gegenseite ist eine eigene Anreise nötig.
Zuletzt aktualisiert: · Inhaltlich verantwortlich: Prof. Dr. İlker Yazıcı · info@ilkeryazici.com