Was ist das und wie läuft der Eingriff ab?
Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie umfasst die chirurgische Behandlung der Knochen, die das Gesichtsskelett bilden – Nase, Jochbein, Augenhöhle (Orbita) und Kiefer –, sowie der Weichteile rund um den Mund. Dazu zählen Gesichtsfrakturen, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, Kieferverluste nach Tumoren oder Unfällen und Formveränderungen nach alten Brüchen. Da die Gesichtsknochen unmittelbar mit Sehen, Atmen, Kauen und Sprechen verbunden sind, geht es nicht nur um das Aussehen, sondern auch um den Erhalt dieser Funktionen.
Bei Gesichtsfrakturen wird zunächst bestimmt, wo der Bruch verläuft und wie stark die Knochen verschoben sind. Viele nicht verschobene Brüche können ohne Operation beobachtet werden. Ein Nasenbeinbruch wird häufig in den ersten Tagen nach Abklingen der Schwellung ohne Schnitt eingerichtet. Bei Jochbein- und Kieferbrüchen werden die Knochen in ihre ursprüngliche Lage gebracht und mit dünnen Titanplatten und -schrauben fixiert; die Zugänge liegen nach Möglichkeit in der Mundhöhle, knapp unterhalb der Wimpern oder am Augenbrauenrand. Bei Kieferbrüchen ist das wichtigste Ziel, dass die Zähne wieder so aufeinandertreffen wie vor dem Bruch.
Bei Orbitabodenfrakturen kann Gewebe der Augenhöhle in die darunterliegende Kieferhöhle absinken; das kann Doppelbilder, ein eingesunkenes Auge (Enophthalmus) und Taubheit der Wange verursachen. Bei der Orbitabodenrekonstruktion wird der Boden der Augenhöhle mit einem körpereigenen Knochentransplantat oder einem geeigneten Implantat wiederhergestellt. Eine Studie zur Versorgung von Orbitabodenfrakturen mit Knochen aus der Nasenscheidewand (Septum), an der Prof. Dr. İlker Yazıcı als Mitautor beteiligt war, erschien 2010 in der Fachzeitschrift Annals of Plastic Surgery. Diese Operationen werden gemeinsam mit der Augenheilkunde geplant.
Eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte sollte von Geburt an von einem Team begleitet werden. Plastische Chirurgie, Kieferorthopädie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Pädaudiologie, Logopädie und Kinderheilkunde arbeiten dabei zusammen. Die Lippe wird meist in den ersten Lebensmonaten verschlossen, der Gaumen vor Beginn der Sprachentwicklung. Später können weitere Eingriffe wie eine Knochentransplantation in den Kieferspalt, eine Nasenkorrektur oder eine sprachverbessernde Operation nötig werden.
Grundlage der Planung ist eine dünnschichtige Computertomografie (CT). Aus den CT-Bildern wird am Computer ein dreidimensionales Modell von Gesicht und Schädel erstellt, an dem sich das Ausmaß eines Bruchs oder Defekts aus jedem Blickwinkel beurteilen lässt. Muss ein Teil des Unterkiefers wegen eines Tumors oder einer Knochennekrose entfernt werden, wird der Kiefer mit dem Wadenbein samt seinen Blutgefäßen wiederhergestellt (freier Fibulalappen); wie der Knochen geformt wird, lässt sich vorab an diesen Modellen planen, und später können Zahnimplantate möglich werden. Prof. Dr. İlker Yazıcı besitzt das Zertifikat des türkischen Gesundheitsministeriums für die Subspezialisierung Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. In der Praxis in Nişantaşı, Istanbul, werden die CT-Bilder gemeinsam angesehen und die Behandlungsmöglichkeiten sowie ihre Risiken erläutert.
Welche Ziele hat der Eingriff?
- Wiederherstellung von Gesichtssymmetrie und knöcherner Stütze, indem gebrochene Knochen in die richtige Position gebracht und fixiert werden
- Bei Augenhöhlenbrüchen Erhalt der Augenposition sowie Vermeidung oder Verringerung von Doppelbildern und eingesunkenem Auge
- Bei Kieferbrüchen und Kieferrekonstruktion Wiederherstellung eines korrekten Bisses, des Kauens und des Sprechens
- Bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten Unterstützung einer geschlossenen Lippe, der Ernährung und der Sprachentwicklung
- Schnittführung möglichst an unauffälligen Stellen wie in der Mundhöhle, entlang der Wimpernlinie oder im behaarten Kopfbereich
Bilder


Bei jedem chirurgischen oder interventionellen Eingriff können die Ergebnisse von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Es wird empfohlen, sich vor dem Eingriff ausführlich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt beraten zu lassen.
Für wen ist der Eingriff geeignet?
- Menschen mit einem Bruch von Nase, Jochbein, Augenhöhle oder Kiefer nach Unfall, Sturz, Sportverletzung oder tätlichem Angriff
- Menschen, die nach einer Gesichtsverletzung Doppelbilder, ein eingesunkenes Auge, Taubheit der Wange oder einen veränderten Biss bemerken
- Babys mit Lippen- und/oder Gaumenspalte sowie Kinder und Erwachsene, die nach früheren Operationen eine weitere Korrektur benötigen
- Patienten mit Knochenverlust am Unterkiefer durch Tumor, Zyste oder Knochennekrose (Osteonekrose) oder mit einer aus diesen Gründen geplanten Operation
- Menschen mit Asymmetrie oder Funktionsstörungen durch alte, in Fehlstellung verheilte Gesichtsbrüche
- Menschen, deren allgemeiner Gesundheitszustand eine Vollnarkose zulässt
Wann wird der Eingriff verschoben oder nicht empfohlen?
- Bei lebensbedrohlichen Verletzungen etwa von Gehirn, Brustkorb oder Bauch werden zuerst diese behandelt; die Versorgung des Gesichtsbruchs wird geplant, sobald sich der Allgemeinzustand gebessert hat.
- Ist ein Bruch nicht verschoben und die Funktion nicht beeinträchtigt, ist eine Operation oft nicht nötig; Beobachtung kann ausreichen.
- Planbare Operationen erfolgen erst, wenn Erkrankungen, die eine Vollnarkose riskant machen, etwa nicht eingestellter Diabetes oder Herz- und Lungenerkrankungen, behandelt sind.
- Bei der Kieferrekonstruktion: laufende Krebsbehandlung, wenn das onkologische Team empfiehlt, die Rekonstruktion zu verschieben
Alternativen
- Beobachtung ohne Operation
- Viele nicht verschobene Brüche von Nase, Jochbein und Augenhöhle lassen sich mit Schonung, Kühlung und Kontrolluntersuchungen behandeln.
- Geschlossene Reposition bei Nasenbeinbruch
- Bei vielen Nasenbeinbrüchen lassen sich die Knochen ohne Schnitt von außen einrichten; dies geschieht meist in den ersten Tagen nach Abklingen der Schwellung.
- Ruhigstellung über die Zähne bei Kieferbruch
- Manche geeigneten Kieferbrüche können ohne Platten behandelt werden, indem Ober- und Unterkieferzähne für eine bestimmte Zeit miteinander verbunden werden; in dieser Zeit ist flüssige Kost nötig.
- Gaumenprothese (Obturator)
- Ist eine Operation am Gaumen oder Oberkiefer nicht geeignet, kann eine zahnärztliche Prothese, die die Öffnung verschließt, eine Möglichkeit sein.
Ablauf Schritt für Schritt
- 1
Erster Kontakt
Sie können Fotos, CT-Bilder und Befunde per WhatsApp oder E-Mail senden oder die Praxis anrufen. Diese Angaben geben Ihnen einen ersten Überblick über die Möglichkeiten und helfen, die Untersuchung zu planen; die ärztliche Beurteilung und die Entscheidung erfolgen bei der Untersuchung in Nişantaşı. Bei nachlassendem Sehvermögen, eingeschränkter Augenbeweglichkeit oder wenn sich der Mund nicht öffnen lässt, suchen Sie bitte umgehend eine Notaufnahme auf.
- 2
Untersuchung und Bildgebung
Prof. Dr. İlker Yazıcı untersucht Sie in der Praxis in Nişantaşı; bei Bedarf wird eine dünnschichtige CT veranlasst und aus den Bildern ein 3D-Modell erstellt.
- 3
Planung im Team
Bei Augenhöhlenbrüchen wird mit der Augenheilkunde, bei Kieferproblemen mit Zahnarzt und Kieferorthopäde, bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten mit dem kinderärztlichen Team geplant.
- 4
Operation
Der Eingriff erfolgt in einem akkreditierten Partnerkrankenhaus, meist in Vollnarkose. Die Knochen werden mit Titanplatten und -schrauben oder mit einem Transplantat versorgt.
- 5
Nachsorge
Auf Schwellungskontrolle, Mundhygiene, Ernährungsempfehlungen und Fadenentfernung folgen weitere Kontrollen; bei Bedarf wird eine Kontroll-CT angefertigt. Bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten reicht die Nachsorge bis ins Erwachsenenalter.
Heilungsverlauf
Tag 1–3
Schwellungen und Blutergüsse im Gesicht sind am stärksten. Der Kopf wird hochgelagert und gekühlt; nach Operationen an der Augenhöhle werden Sehvermögen und Augenbeweglichkeit regelmäßig kontrolliert.
Woche 1
Die Hautfäden werden meist am 5.–7. Tag entfernt, Nähte in der Mundhöhle lösen sich von selbst auf. Sie ernähren sich mit weicher Kost und verwenden die empfohlenen Mundspülungen.
Woche 2–3
Schwellung und Blutergüsse gehen größtenteils zurück; die meisten kehren an den Schreibtisch und in den Alltag zurück. Nach einem Augenhöhlenbruch sollten Sie in dieser Zeit nicht schnäuzen.
Woche 4–8
Die Knochenheilung schreitet voran. Nach Kieferbrüchen erfolgt der Übergang zu fester Nahrung unter ärztlicher Kontrolle; Sport wird schrittweise, Kontaktsport erst später wieder aufgenommen.
Monat 3–6
Die restliche feine Schwellung im Gesicht bildet sich vollständig zurück, und das Ergebnis lässt sich besser beurteilen. Nach einer Kieferrekonstruktion können ab dieser Zeit weitere Schritte wie Zahnimplantate geplant werden.
Langfristig
Bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten werden Sprache, Zahnentwicklung und Gesichtswachstum regelmäßig kontrolliert; manche Korrekturen erfolgen erst in einem späteren Alter.
Risiken und mögliche Komplikationen
Jeder chirurgische Eingriff birgt Risiken. Ihr persönliches Risiko wird in der Beratung ausführlich beurteilt.
- Blutung, Schwellung, Blutergüsse und Infektion; bei einer Infektion um Platten oder Schrauben kann deren Entfernung nötig sein
- Vorübergehender oder dauerhafter Gefühlsverlust an Wange, Oberlippe, Zahnfleisch oder Unterlippe
- Nach Operationen an der Augenhöhle Doppelbilder, eingesunkenes Auge oder Formveränderung des Unterlids; sehr selten, aber schwerwiegend: Verlust des Sehvermögens
- Fehlverheilung oder ausbleibende Heilung der Knochen sowie Bissstörungen; eine weitere Operation kann nötig sein
- Vorübergehende oder dauerhafte Schwäche der Mimik, wenn bei äußeren Schnitten Äste des Gesichtsnervs betroffen sind
- Asymmetrie des Gesichts oder ein Aussehen, das nicht vollständig den Erwartungen entspricht
- Nach Gaumenspaltverschluss eine verbleibende Öffnung im Gaumen (Fistel) und näselnde Sprache; eine weitere Operation oder Logopädie kann nötig sein
- Bei Kieferrekonstruktion mit dem Wadenbein Durchblutungsstörung des Lappens und vorübergehende Gehbeschwerden
- Allgemeine Narkoserisiken
Wovon hängen die Kosten ab?
Die Kosten einer Mund-, Kiefer- und Gesichtsoperation richten sich nach Art und Anzahl der Brüche oder Defekte, der Operationsdauer, den verwendeten Platten, Schrauben, Transplantaten oder Implantaten, dem Bedarf an 3D-Planung, der Dauer des Krankenhausaufenthalts und gegebenenfalls einem Aufenthalt auf der Intensivstation. Mikrochirurgische Eingriffe wie die Kieferrekonstruktion mit dem Wadenbein haben einen ganz anderen Umfang als die Versorgung eines einfachen Bruchs.
Nach der Untersuchung und Auswertung der CT erhalten Sie einen schriftlichen, nach Positionen aufgeschlüsselten Kostenvoranschlag, aus dem hervorgeht, was enthalten ist. Ob die Versicherung medizinisch begründete Eingriffe wie die Behandlung nach einem Unfall, die Versorgung einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte oder eine Rekonstruktion nach Tumorentfernung übernimmt, hängt von Ihrer Versicherung und den Vertragsbedingungen ab; jeder Fall wird gesondert geprüft, und vor einer Zusage wird keine Kostenübernahme versprochen.
Wenn Sie nach Istanbul anreisen
Wenn Sie aus dem Ausland anreisen, planen Sie nach der Operation eines Gesichtsbruchs etwa 7–10 Tage, nach einer Kieferrekonstruktion mit dem Wadenbein einschließlich Klinikaufenthalt 2–3 Wochen in Istanbul ein. Die Praxis ist vom türkischen Gesundheitsministerium für den internationalen Gesundheitstourismus zugelassen (Zertifikat Nr. ST-2365); Unterkunft in Kliniknähe und Flughafentransfer können auf Wunsch über autorisierte Partner organisiert werden. Weitere Kontrollen sind meist nach 1, 3 und 6 Monaten vorgesehen. Nach der Heimreise bleiben Sie per Foto und Nachricht mit der Praxis in Kontakt; ist eine Untersuchung nötig, erfolgt sie bei einem Kontrolltermin in Istanbul oder bei einer Ärztin oder einem Arzt vor Ort. Bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten wird gemeinsam mit der Familie ein langfristiger Nachsorgeplan erstellt.
Häufige Fragen
Muss ein Gesichtsbruch immer operiert werden, und wann ist der richtige Zeitpunkt?
Nicht jeder Gesichtsbruch muss operiert werden. Sind die Knochen nicht verschoben und bestehen keine Doppelbilder, keine Bissveränderung und keine deutliche Formveränderung, kann Beobachtung ausreichen. Ist eine Operation nötig, erfolgt sie meist innerhalb der ersten 1–2 Wochen, sobald die Schwellung zurückgeht, weil die Knochen danach in Fehlstellung zu verheilen beginnen können. Bei nachlassendem Sehvermögen, eingeschränkter Augenbeweglichkeit oder wenn sich der Mund nicht öffnen lässt, suchen Sie bitte umgehend eine Notaufnahme auf.
Wie wird ein Augenhöhlenbruch (Orbitabodenfraktur) versorgt?
Eine Operation bei einer Orbitabodenfraktur wird empfohlen, wenn Doppelbilder anhalten, ein Augenmuskel im Bruchspalt eingeklemmt ist oder der Bruch so groß ist, dass das Auge einsinken würde. Der Schnitt liegt meist an der Innenseite des Unterlids oder knapp unterhalb der Wimpern. Das verlagerte Gewebe wird in die Augenhöhle zurückgebracht und der Boden mit körpereigenem Knochen, etwa einem Transplantat aus der Nasenscheidewand, oder mit einem geeigneten Implantat wiederhergestellt.
In welchem Alter wird eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte operiert?
Die Lippenspalte wird meist im Alter von 3–6 Monaten verschlossen, die Gaumenspalte vor Beginn der Sprachentwicklung, häufig zwischen dem 9. und 18. Lebensmonat. Der Zeitpunkt wird individuell nach Gewicht und Allgemeinzustand des Babys sowie der Einschätzung des Teams festgelegt. Die Knochentransplantation in den Kieferspalt erfolgt in der Regel vor dem Durchbruch der bleibenden Eckzähne. Korrekturen an Nase und Lippe sowie Kieferoperationen werden oft nach Abschluss des Wachstums geplant.
Ist eine Gesichts- oder Kieferoperation schmerzhaft, und wann kann ich wieder arbeiten?
In den ersten Tagen nach einer Gesichts- oder Kieferoperation treten Schmerzen und ein Spannungsgefühl auf, die sich mit regelmäßig eingenommenen Schmerzmitteln meist gut behandeln lassen. Schwellung und Blutergüsse gehen innerhalb von 2–3 Wochen weitgehend zurück, und die meisten kehren in dieser Zeit an einen Schreibtischarbeitsplatz zurück. Nach Kieferbrüchen ist für einige Wochen weiche Kost nötig. Mit Kontaktsport sollten Sie warten, bis die Knochenheilung abgeschlossen ist.
Bleiben Narben im Gesicht, und werden die Platten wieder entfernt?
Bei Operationen von Gesichtsbrüchen werden die Schnitte nach Möglichkeit in die Mundhöhle, knapp unter die Wimpern, an den Augenbrauenrand oder in den behaarten Kopfbereich gelegt; die Narben fallen daher oft wenig auf, doch jeder Schnitt hinterlässt eine Narbe. Eine bestehende Wunde im Gesicht kann als Zugang genutzt werden. Titanplatten und -schrauben verbleiben in der Regel lebenslang; bei Infektion, tastbaren Platten oder Beschwerden können sie in einem zweiten, kleinen Eingriff entfernt werden.
Wann ist das Ergebnis einer Gesichtsbruch-Operation endgültig, und bleibt es bestehen?
Nach der Operation eines Gesichtsbruchs ist die Knochenheilung nach 6–8 Wochen weitgehend abgeschlossen; bis die feine Restschwellung vollständig verschwunden ist, können jedoch 3–6 Monate vergehen. Das Ergebnis lässt sich daher meist erst nach dem sechsten Monat besser beurteilen. In korrekter Stellung verheilte Knochen bleiben in dieser Position. Bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten verändert sich das Gesicht mit dem Wachstum, sodass die Nachsorge bis ins Erwachsenenalter reicht und manche Korrekturen später nötig werden können.
Kann eine Nasenkorrektur zusammen mit der Bruchversorgung erfolgen?
Bei einer frischen Gesichtsverletzung haben die sichere Versorgung der Brüche und der Erhalt der Funktion Vorrang. Ein frisch gebrochenes Nasenbein kann eingerichtet werden; eine umfassende ästhetische Nasenkorrektur (Rhinoplastik) wird jedoch meist erst nach abgeschlossener Knochenheilung geplant, in der Regel frühestens nach 6 Monaten. In ausgewählten Fällen sind kleinere Korrekturen in derselben Operation möglich; darüber wird nach Untersuchung und Auswertung der CT entschieden.
Wovon hängen die Kosten einer Kiefer- und Gesichtsoperation ab, und zahlt die Versicherung?
Die Kosten einer Mund-, Kiefer- und Gesichtsoperation richten sich nach Art des Bruchs oder Defekts, Operationsdauer, den verwendeten Platten, Schrauben, Transplantaten oder Implantaten, dem Bedarf an 3D-Planung und der Dauer des Krankenhausaufenthalts. Nach der Untersuchung erhalten Sie einen schriftlichen, nach Positionen aufgeschlüsselten Kostenvoranschlag. Ob die Versicherung medizinisch begründete Eingriffe wie die Unfallversorgung oder die Behandlung einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte übernimmt, hängt von Ihrer Versicherung und den Vertragsbedingungen ab und wird in jedem Fall gesondert geprüft.
Beeinflussen Rauchen und meine Medikamente die Heilung?
Rauchen verlangsamt die Knochenheilung und die Heilung von Wunden in der Mundhöhle und erhöht das Infektionsrisiko; Sie sollten vor der Operation und während der Heilung nicht rauchen. Blutverdünner und manche pflanzlichen Präparate können Blutungen verstärken; setzen Sie diese nicht eigenständig ab, sondern sprechen Sie die Anpassung mit der verordnenden Ärztin oder dem verordnenden Arzt ab. Bestimmte Medikamente gegen Osteoporose und eine frühere Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich können die Heilung des Kieferknochens beeinflussen und müssen beim Beratungsgespräch unbedingt erwähnt werden.
Ich reise aus dem Ausland an – wie lange sollte ich in Istanbul bleiben?
Nach der Operation eines Gesichtsbruchs sollten Sie etwa 7–10 Tage in Istanbul einplanen; in dieser Zeit finden die ersten Kontrollen und die Fadenentfernung statt. Für eine Kieferrekonstruktion mit dem Wadenbein sind einschließlich Klinikaufenthalt 2–3 Wochen nötig. Weitere Kontrollen folgen meist nach 1, 3 und 6 Monaten; dazwischen bleiben Sie per Foto und Nachricht mit der Praxis in Kontakt. Bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten wird gemeinsam mit der Familie ein langfristiger Nachsorgeplan erstellt.
Zuletzt aktualisiert: · Inhaltlich verantwortlich: Prof. Dr. İlker Yazıcı · info@ilkeryazici.com